Montag, 12. Mai 2014

Ein erster Eintrag und ein großes Abenteuer

Herzlich Willkommen auf meinen neuen Blog!

Am 23. September beginnt mein Weltwärts-Freiwilligendienst im Centro Recreativo Educacional Artístico Renascer in Capão Bonito, São Paulo, Brasilien. Hier findet ihr ab jetzt alle Neuigkeiten, Erlebnisse und Berichte bezüglich meines Vorhabens.


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Zwar dauert es noch ein paar Monate, bis ich die brasilianische Erde endlich unter meinen Füßen spüren werde - das heißt aber nicht, dass ich bisher nichts zu berichten habe oder derzeit nichts passiert. Zur Zeit stehe ich unter anderem vor der Herausforderung, ein brasilianisches Visum zu bekommen. Die Situation, dass Brasilien und Deutschland beides unglaublich bürokratische Länder sind, macht es einem Freiwilligen wie mir jedenfalls nicht besonders leicht, im Ämter-Dschungel zwischen Apostillen, Stempeln, Vorbeglaubigungen und beeidigten Übersetzungen für insgesamt 12 Dokumente den Überblick zu behalten. Doch zu all den Aufgaben und Problemchen später mehr in einem seperaten Blogpost.

Jetzt heißt es erst einmal: Danke für das Interesse! Der Blog ist für alle jene, die mein Vorhaben als Förderer und Fördererinnen unterstützt haben (Ihr seid die Größten!). Er ist für all meine Freunde und Freundinnen sowie meine Familie, die ich während meines Aufenthaltes vermissen werde sowie für alle Interessierten, die vielleicht selber einmal ein Jahr im Ausland verbringen möchten und nach Informationen und Berichten suchen. Letztendlich ist er für alle Brasilien-Begeisterte, die nach Abenteuern suchen, nach Geschichten über Menschen, tiefe, grüne Wälder, riesige Städte, Musik, Tanz, Poesie und vielem mehr. Denn eines ist sicher: Brasilien ist ein unglaublich reiches Land, wobei ich damit nicht meine, dass es die wirtschaftsstärkste Kraft Südamerikas ist oder dergleichen. Ich meine all die Menschen und Schaffenden, die seinen Reichtum ausmachen, all die Begegnungen und individuellen Erlebnisse, von denen ich bald für eine gewisse Zeit ein Teil sein werde.

Mein Dank gilt im Vorfeld vor allem meinem Trägerverein, den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners, die es mir nicht nur möglich gemacht haben, das Jahr auf mich zu nehmen, sondern auch individuell auf meine Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen bezüglich des Freiwilligendienstes eingegangen sind, was ich ihnen hoch anrechne. Wenn du dich als Freiwilliger bei den Freunden bewirbst, wirst du zu einem Beratungsgespräch eingeladen, nicht zu einem Bewerbungsgespräch. Marginal mag der Unterschied in seiner Wortwahl erscheinen, letztendlich er hat jedoch eine große Wirkung. Also vielen Dank an dieser Stelle für die angenehme Seminar-Atmosphäre und die viele Hilfe bezüglich Einsatzstelle und Visum!

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Vielleicht noch das ein oder andere Wort über den Titel des Blogs: Diejenigen, die mich kennen, werden wissen, dass ich einen Katzen-Faible habe und diesbezüglich wohl auch die ein oder andere Schraube bei mir locker ist. Um den Bogen zu spannen: Im Leben einer jeden jungen Katze und eines jeden jungen Katerichs ist es irgendwann einmal so weit, dass sie oder er ins unbekannte Weite auszieht, um eine richtige Katze zu werden. Viele Freunde von mir haben schon dicke Weltreisen hinter sich, haben Freiwilligendienste auf anderen Kontinenten absolviert oder in fernen Städten studiert. Ich dachte mir immer: Die Menschen sind überall gleich und verschieden; wozu weg gehen? Doch mittlerweile weiß ich: Darum geht es nicht. Viel mehr geht es darum, einmal weg zu sein von allem Bekannten, weg sein von Freunden, von der Familie, dem eigenen Land, weg von Muttersprache, kultureller Prägung und allem, was einen im eigentlichen Sinne als soziales Wesen ausmacht. An der Zeit ist es, einen neuen Raum auf zumachen, Rollenmuster zu hinterfragen, neue Bereiche zu erschließen, mich ausprobieren sowie mit Dingen zu konfrontieren, welche ich mir vorher nicht einmal im Traum hätte ausmalen können und letztendlich - im wahrsten Sinne des Wortes - mich zu bilden... Mal schauen, ob ich Katzen in Brasilien treffen werde; es wär' schon cool.

Ich hatte es weiter oben bereits angedeutet: Musik spielt eine wichtige Rolle. Was kann es da besseres geben, als mit einer Live-Darbietung des berühmten brasilianischen Bossa-Nova-Musikers João Gilberto meinen aller ersten Blogeintrag zu beschließen? Ach, was für ein wunderschön ruhiger Gesang!

Schaut mal wieder vorbei! Hier wird's noch einiges zu entdecken geben!